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Voigtländer · Kühlwasser

Legionellen im Kühlturm kontrollieren und dokumentieren

Voigtländer erzeugt Anolyt vor Ort und dosiert ihn messwertgeführt in den Kühlkreislauf; die Betriebsdaten werden gespeichert. Das unterstützt die Kontrolle und Dokumentation von Legionellen im Kühlturm. Das Angebot richtet sich an Betreiber industrieller Verdunstungskühlanlagen sowie an Facility Management und Gebäudetechnik. Die Behandlung ersetzt keine Betreiberpflicht nach der 42. BImSchV, und welche Prüfungen, Intervalle und Werte gelten, hängt von der Anlagenart ab.

Betreiberpflichten nach der 42. BImSchV

Zuerst: Welche Anlagenart liegt rechtlich vor?

Die 42. BImSchV unterscheidet Verdunstungskühlanlagen, Nassabscheider und die rechtlich definierte Kategorie Kühltürme. Prüfungen, Intervalle und Referenzwerte hängen von dieser Einordnung ab. Eine pauschale Monats- oder Quartalsregel gibt es nicht.

Normen & Konformität
  • DIN EN 901 · § 11 TrinkwV
  • DVGW W551
  • Zulassung TrinkwV (Umweltbundesamt)
  • WHO-konform
  • CE-Konformität
  • Keine Geschmacksveränderung

Typische Einstiegspunkte

Für wen die Prüfung sinnvoll ist

Für Facility Management, Gebäudetechnik und Betreiber industrieller Verdunstungskühlanlagen. Die Prüfung ist besonders sinnvoll, wenn einer dieser Punkte zutrifft:

Erhöhter Legionellenwert

Ein Befund liegt vor und muss eingeordnet werden.

Instabile Betriebswerte

Messwerte schwanken oder halten den Zielbereich nicht.

Biofilm im Kreislauf

Wiederkehrende Belastung trotz Behandlung.

Lücke in Überprüfung oder Dokumentation

Nachweise liegen unvollständig oder verstreut vor.

Systemzusammenhang

Warum Biofilm und Betriebsweise zusammengehören

Verdunstungskühlung erzeugt Aerosole; steigende Koloniezahlen und Legionellenbefunde entstehen meist dort, wo Biofilm, Nährstoffe, Temperatur und Betriebsweise zusammenkommen. Eine punktuelle Stoßbehandlung setzt an den Symptomen an. Nachhaltig wird die Hygiene erst, wenn Wasserzustand, Dosierung und Betriebsführung als System geführt werden.

Wenn Faktoren zusammenwirken

Biofilm · Nährstoffe · Temperatur · Betriebsweise

Eine punktuelle Stoßbehandlung setzt an den Symptomen an.

Als System geführt

Wasserzustand · Dosierung · Betriebsführung

Nachhaltig stabile Hygiene, im Betrieb nachvollziehbar.

Verfahren

Wasserzustand, Dosierung und Redox überwachen

Voigtländer erzeugt Anolyt vor Ort und dosiert messwertgeführt, zum Beispiel über die Redox-Regelung, in den Kühlkreislauf. Betriebsdaten werden gespeichert, sodass der Anlagenverlauf nachvollziehbar bleibt. Chlorgas-Logistik und Gefahrstofflager entfallen bei diesem Verfahren; die konkrete Gefährdungsbeurteilung bleibt anlagenspezifisch.

Voigtländer Dreikammer-Generator mit Steuerung
Erzeugung vor Ort: Dreikammer-Generator mit Steuerung und Zellblock.
Messsystem einer Voigtländer-Anlage
Messwertgeführt: Der Behandlungszustand wird erfasst und gespeichert.

Systemüberblick

Geschlossener Regelkreis der Kühlwasserhygiene

Zulauf und Wasserzähler, Solebehälter, der Dreikammer-Generator, Anolyt-Behälter, bedarfsgerechte Dosierung, Messung und Regelung: sieben Stationen in 34 Sekunden. Mit „Prozess ansehen“ startet das animierte 3D-Diagramm.

startet, sobald der Rahmen sichtbar ist

Modelliert nach dem Voigtländer Anlagenschema eines Anolyt-Systems, in der Zeichensprache der Startseite. Die Karten zeigen nur dokumentierte Fakten, keine erfundenen Zahlen.

Regulatorik

Anforderungen der 42. BImSchV einordnen

Die Verordnung verlangt Betrieb nach dem Stand der Technik, betriebsinterne Überprüfungen, Laboruntersuchungen auf Legionellen, ein Betriebstagebuch und abgestufte Maßnahmen bei Befunden. Monatliche Laboruntersuchungen sind nicht der pauschale Normalfall; sie entstehen zum Beispiel nach einer bestätigten Überschreitung eines Prüfwerts. Die Anzeige der Anlage erfolgt über das KaVKA-Portal.

Der „Referenzwert 100“ bezieht sich auf die allgemeine Koloniezahl, nicht auf Legionellen. Für die verbindliche Zuordnung ist die Einstufung der konkreten Anlage maßgeblich.

Prüf- und Maßnahmenwerte je Anlagenart und die Pflichten nach der 42. BImSchV

Prüfablauf

Wie der Betreiberweg abläuft

  1. 1

    Anlagenart einordnen

    Verdunstungskühlanlage, Nassabscheider oder Kühlturm.

  2. 2

    Betriebsinterne Überprüfung

    Betrieb nach dem Stand der Technik prüfen.

  3. 3

    Laboruntersuchung

    Untersuchung auf Legionellen im festgelegten Intervall.

  4. 4

    Werte einordnen

    Befund gegen die Prüfwerte der Anlagenart bewerten.

  5. 5

    Maßnahmen und Nachweis

    Abgestufte Maßnahmen und Betriebstagebuch führen.

Ablaufdarstellung zur Orientierung. Die verbindlichen Pflichten, Intervalle und Fristen hängen von der Einstufung Ihrer konkreten Anlage ab; siehe Pflichten nach der 42. BImSchV.

Beleg

Anwendung im Krankenhauskühlturm

Der Healthcare/HVAC-Katalog beschreibt eine Anlage an einem deutschen Universitätsklinikum mit kontinuierlicher Redoxregelung und gespeicherten Betriebsdaten. Die Anwendung ist in Hydreatios eigener Fallstudie als Kühlturm- und HVAC-Referenz beschrieben; der Standort wird bis zur Freigabe durch den Betreiber nicht benannt.

Leistungsangaben bleiben an den konkreten Projektkontext gebunden und sind keine allgemeine Zusage.

Einwand

Der zentrale Einwand, ehrlich beantwortet

Behandlung ersetzt keine Betreiberpflicht: Laboruntersuchung, Betriebstagebuch, Anzeige und die abgestuften Maßnahmen bleiben Aufgabe des Betreibers. Die Technik unterstützt die Betriebsführung, sie tritt nicht an ihre Stelle.

Fragen vor dem ersten Gespräch

Was Betreiber fragen, bevor eine Anlagenbewertung beginnt

01Welche Pflichten hat ein Betreiber einer Verdunstungskühlanlage nach der 42. BImSchV?

Der Betreiber muss die Anlage nach dem Stand der Technik betreiben, betriebsinterne Überprüfungen und Laboruntersuchungen auf Legionellen durchführen, ein Betriebstagebuch führen und bei Befunden abgestufte Maßnahmen ergreifen. Die Anzeige der Anlage erfolgt über das KaVKA-Portal. Welche Prüfungen, Intervalle und Werte gelten, hängt von der Einordnung der Anlage ab.

02Was ist zu tun, wenn der Maßnahmenwert für Legionellen im Kühlturm überschritten ist?

Bei überschrittenem Maßnahmenwert ist die zuständige Behörde unverzüglich zu informieren; unter anderem sind die Legionellen zu differenzieren und zusätzlich zu untersuchen, und bei bestätigter Überschreitung folgen weitere Gefahrenabwehrmaßnahmen. Dazu gehören Ursachenklärung, technische oder betriebliche Maßnahmen und die Dokumentation im Betriebstagebuch. Welche Schritte im Einzelnen gelten, richtet sich nach Anlagenart, Wertestufe und Bestätigungsergebnis; Fristen und Meldewege stehen im Verordnungstext.

03Wie unterstützt das Voigtländer Verfahren die Legionellenkontrolle im Kühlturm?

Das Verfahren unterstützt die Legionellenkontrolle: Anolyt wird vor Ort erzeugt und messwertgeführt in den Kühlkreislauf dosiert, zum Beispiel über die Redox-Regelung, und die Betriebsdaten werden gespeichert. Die konkrete Auslegung erfolgt auf Grundlage der jeweiligen Anlage. Nachhaltig wird die Hygiene erst, wenn Wasserzustand, Dosierung und Betriebsführung als System geführt werden; eine punktuelle Stoßbehandlung setzt an den Symptomen an. Laboruntersuchung, Betriebstagebuch, Anzeige und abgestufte Maßnahmen bleiben Aufgabe des Betreibers.

04Was ist der Unterschied zwischen Prüfwert und Maßnahmenwert in der 42. BImSchV?

Prüfwert 1 und 2 sind die beiden unteren Stufen: Ursache prüfen, enger kontrollieren. Der Maßnahmenwert ist die höchste Stufe und verlangt zusätzlich unter anderem die Differenzierung der Legionellen, zusätzliche Laboruntersuchungen und bei bestätigter Überschreitung weitere Gefahrenabwehrmaßnahmen. In KBE je 100 ml gelten bei Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheidern 100, 1.000 und 10.000, bei Kühltürmen im Sinne der Verordnung 500, 5.000 und 50.000.

05Welche Anlagen fallen unter die 42. BImSchV?

Die 42. BImSchV erfasst Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider, in denen Wasser verrieselt, versprüht oder anderweitig mit der Atmosphäre in Kontakt gebracht werden kann. Viele industrielle Rückkühlwerke fallen in die Kategorie Verdunstungskühlanlage, auch wenn sie im Betrieb Kühlturm genannt werden. Die Einordnung folgt aus Bauart, Betrieb und Anwendungsbereich, nicht aus dem umgangssprachlichen Namen, und entscheidet über die einschlägigen Prüf- und Laborwerte.

Stand: Oktober 2026

Nächster Schritt

Kühlturmhygiene prüfen lassen

Der Einstieg läuft gemeinsam mit dem Gebäudehygiene-Assessment; die Kühltechnik ist ein gezieltes Zusatzangebot. Hilfreich sind Anlagenart, Betriebsweise, bisherige Laborbefunde und der Anlass der Prüfung.

  1. 1Sie beschreiben Anlage, Anlagenart und Anlass.
  2. 2Fachleute ordnen Ihre Anfrage ein.
  3. 3Wir stimmen die Unterlagen mit Ihnen ab.

Kühlturmhygiene prüfen lassen

Beschreiben Sie kurz Anlage, Anlagenart und Anlass. Für den Erstkontakt genügen wenige Angaben.

Wir verwenden Ihre Angaben zur Bearbeitung Ihrer Anfrage (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO). Hinweise zur Verarbeitung stehen in der Datenschutzerklärung.

Ihre Anfrage wird fachlich eingeordnet. Die einschlägigen Pflichten hängen von der Einstufung Ihrer konkreten Anlage ab.

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In wenigen Fragen ordnet der Smart Match Ihre Situation ein und zeigt den sinnvollsten nächsten Prüfschritt für Ihr Wassersystem.

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